Kindervitamine im Vergleich: Gummibärchen, Tropfen, Tabletten oder Saft?
Auf einen Blick
Brauchen Kinder überhaupt Vitamine als Ergänzung?
Ehrlich gesagt: Bei einer abwechslungsreichen Ernährung bekommen die meisten Kinder die meisten Nährstoffe über das Essen. Kindervitamine sind deshalb eine Ergänzung, kein Muss.
Eine Ausnahme ist Vitamin D. Der Körper bildet es zum großen Teil selbst im Sonnenlicht, laut Robert Koch-Institut in Deutschland aber nur etwa von März bis Oktober. Mehr dazu in unserem Ratgeber Vitamin D für Kinder.
Ob Deinem Kind etwas fehlt, kann nur die Kinderarztpraxis feststellen. Wenn Du Dich für eine Ergänzung entscheidest, hilft der Vergleich unten bei der Wahl der Form.
Kindervitamine im Vergleich: die Formen
Jede Form hat Stärken und Schwächen. Entscheidend ist, was Dein Kind zuverlässig nimmt und welche Nährstoffe drinstecken sollen:
| Form | Vorteile | Worauf Du achten solltest |
|---|---|---|
| Gummibärchen | schmecken, werden gern genommen | Zucker oder Süßstoff, oft Gelatine, Verwechslung mit Süßigkeiten |
| Kautabletten | mehr Nährstoffe auf kleinem Raum | Geschmack und Konsistenz sind nicht für jedes Kind etwas |
| Tropfen | genau dosierbar, auch für Babys | meist nur ein einzelner Nährstoff, etwa Vitamin D |
| Sirup und flüssige Vitamine | mit dem Messlöffel genau dosierbar | oft gesüßt, nach dem Öffnen begrenzt haltbar |
| Brausetabletten und Pulver | einfach in ein Getränk zu geben | oft mit Süßstoffen, Auflösen im Alltag umständlicher |
| Saft zum Trinken | trinkfertig, nichts zu dosieren, Fruchtbasis | Fruchtzucker aus der Frucht, oft gekühlt zu lagern |
Kindervitamine nach Alter
Welche Kindervitamine infrage kommen, hängt stark vom Alter ab:
- Babys: Säuglinge bekommen in Deutschland in der Regel eine Vitamin-D-Prophylaxe als Tablette oder Tropfen. Dosierung und Dauer legt die Kinderarztpraxis fest. Mehr dazu im Ratgeber Vitamin D für Kinder.
- Kleinkinder von 1 bis 3 Jahren: Nur Produkte, die ausdrücklich für dieses Alter gedacht sind. Kautabletten und Gummibärchen sind wegen der Verschluckungsgefahr oft erst für ältere Kinder vorgesehen.
- Kita- und Schulkinder ab 4 Jahren: Hier ist die Auswahl am größten, von Kautabletten bis zum Saft zum Trinken. Unsere Minisäfte sind zum Beispiel für Kinder ab 4 Jahren entwickelt.
- Teenager: Viele Kinderprodukte haben auch eine Altersgrenze nach oben. Ein Blick auf die Packung zeigt, bis wann ein Produkt gedacht ist.
Worauf Du beim Kauf von Kindervitaminen achten solltest
- Dosierung: Lieber maßvoll als hochdosiert. Fettlösliche Vitamine wie A und D speichert der Körper, sie können sich bei zu hoher Zufuhr aufaddieren.
- Altersangabe: Nur Produkte nehmen, die für das Alter Deines Kindes gedacht sind.
- Zusammensetzung: Prüfe, welche Nährstoffe enthalten sind. Ein einzelnes Vitamin und ein Multivitamin sind zwei verschiedene Dinge.
- Zucker und Süßstoffe: Ein Blick in die Zutatenliste zeigt, ob Zucker, Glukosesirup oder Süßstoffe weit oben stehen.
- Zusätze: Gelatine, Farbstoffe oder Aromen, je nachdem, worauf Ihr achtet.
- Nicht kombinieren: Mehrere Präparate gleichzeitig können die Tagesmenge schnell übersteigen. Im Zweifel die Kinderarztpraxis fragen.
- Aufbewahrung: Alle Nahrungsergänzungsmittel gehören außer Reichweite von Kindern, nicht nur die, die wie Süßigkeiten aussehen.
Vegan, ohne Gelatine, ohne Zucker: was dahintersteckt
Diese Angaben auf der Packung lohnt es sich genauer anzusehen:
- Gelatine: Viele Gummibärchen enthalten Gelatine vom Tier. Vegane Varianten nutzen stattdessen meist Pektin aus Früchten.
- Vitamin D3: Es wird häufig aus Wollfett von Schafen gewonnen. Vegane Produkte setzen auf Vitamin D3 aus Flechten oder auf Vitamin D2.
- Ohne Zucker: Heißt oft, dass Süßstoffe oder Zuckeralkohole wie Sorbit eingesetzt werden. Zuckeralkohole können bei übermäßigem Verzehr abführend wirken.
- Ohne Zuckerzusatz: Heißt, dass kein Zucker zugesetzt wurde. Zucker aus der Frucht kann trotzdem enthalten sein, etwa bei Säften.
Unsere Minisäfte sind vegan und ohne Zuckerzusatz² hergestellt.
Testsieger, Siegel, Versprechen: woran Du seriöse Angaben erkennst
Gesundheitsaussagen auf Nahrungsergänzungsmitteln müssen in der EU wissenschaftlich geprüft und zugelassen sein. Sie klingen deshalb oft nüchtern, zum Beispiel: Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
Vorsicht ist angebracht, wenn ein Produkt verspricht, Erkältungen zu verhindern, die Abwehrkräfte zu stärken oder Kinder schlauer zu machen. Solche Versprechen sind für Lebensmittel nicht erlaubt.
Testergebnisse richtig lesen: Ein Siegel ist nur so aussagekräftig wie der Test dahinter. Schau, wer getestet hat, wann der Test war und nach welchen Kriterien bewertet wurde. Ein unabhängiger Warentest ist etwas anderes als eine Rangliste auf einem Vergleichsportal.
Was Verbraucherschützer raten: Verbraucherzentralen weisen regelmäßig darauf hin, dass sich vor allem fettlösliche Vitamine wie Vitamin D im Körper anreichern können. Sie raten, Nahrungsergänzungsmittel für Kinder nicht auf Verdacht zu geben, sondern im Zweifel mit der Kinderarztpraxis abzusprechen.
Unsere Antwort: der Minisaft zum Trinken
Wir haben uns für die Saft-Variante entschieden, weil ein trinkfertiges Fläschchen im Alltag am wenigsten Aufwand macht. So sieht LiveFresh Kids in Zahlen aus:
- 60 ml pro Fläschchen, ein Fläschchen pro Tag
- 20 Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin D und Jod
- ohne Zuckerzusatz², je nach Sorte rund 4,3 bis 5,2 g Zucker aus der Frucht
- vegan und glutenfrei, kaltgepresst¹ und gekühlt zu lagern
- für Kinder ab 4 Jahren, ohne Altersgrenze nach oben
Alle fünf Sorten und die Nährwerte findest Du bei unseren Vitaminen für Kinder als Minisaft. Zum Kennenlernen eignet sich die Minisaft Probierbox mit allen Sorten.
Nahrungsergänzungsmittel. Die empfohlene tägliche Verzehrmenge von einem Fläschchen (60 ml) nicht überschreiten. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise, die wichtig sind. Außerhalb der Reichweite kleiner Kinder aufbewahren.
Ein Wort an Dich, Mama (und an Dich, Papa)
Du möchtest, dass es Deinem Kind gut geht, dass es neugierig die Welt entdeckt und gut versorgt ist. Deshalb informierst Du Dich, vergleichst Produkte und möchtest verstehen, was wirklich sinnvoll ist. Und bei all den Möglichkeiten ist es gar nicht immer leicht, den Überblick zu behalten.
Dabei musst Du nicht auf jede Frage sofort eine Antwort haben. Es ist bereits viel wert, dass Du Dich mit der Ernährung Deines Kindes auseinandersetzt und bewusste Entscheidungen treffen möchtest.
Eine ausgewogene Ernährung bildet die Grundlage. Welche Nährstoffe Dein Kind zusätzlich benötigt, ist individuell verschieden. Wenn Du unsicher bist, kann Deine Kinderarztpraxis Dich dabei unterstützen, den richtigen Weg zu finden.
Denn es geht nicht darum, alles perfekt zu machen. Es geht darum, Dein Kind liebevoll zu begleiten und ihm die bestmögliche Grundlage für seine kleinen und großen Abenteuer zu geben.
Häufige Fragen
Sind Kindervitamine sinnvoll?
Bei abwechslungsreicher Ernährung brauchen die meisten Kinder keine Ergänzung. Eine Ausnahme kann Vitamin D in den Wintermonaten sein. Ob Deinem Kind etwas fehlt, klärt die Kinderarztpraxis.
Welche Kindervitamine sind die besten?
Die beste Form ist die, die Dein Kind zuverlässig nimmt und die maßvoll dosiert ist. Achte auf Altersangabe, Zusammensetzung, Zucker und Süßstoffe und kombiniere nicht mehrere Präparate.
Ab welchem Alter sind Kindervitamine geeignet?
Das legt jedes Produkt fest, die Angaben reichen von Tropfen für Babys bis zu Produkten ab 3 oder 4 Jahren. Nimm nur, was für das Alter Deines Kindes gedacht ist.
Sind Vitamin-Gummibärchen für Kinder problematisch?
Nicht grundsätzlich. Sie enthalten aber oft Zucker oder Süßstoffe und können mit Süßigkeiten verwechselt werden. Bewahre sie deshalb, wie alle Nahrungsergänzungsmittel, außer Reichweite von Kindern auf.
Kann man Kindervitamine überdosieren?
Ja, vor allem fettlösliche Vitamine wie A und D, die der Körper speichert. Halte Dich an die Verzehrempfehlung und kombiniere nicht mehrere Präparate ohne Rücksprache mit der Kinderarztpraxis.
Wann gibt man Kindervitamine am besten?
Am besten zu einer Mahlzeit. Fettlösliche Vitamine wie Vitamin D werden zusammen mit etwas Fett besser aufgenommen, zum Beispiel beim Frühstück. Ein fester Zeitpunkt hilft außerdem, es nicht zu vergessen.
Wie lange sollte mein Kind Vitamine nehmen?
Das hängt vom Grund ab. Bei Vitamin D sind es oft die Wintermonate, in denen die Haut kaum Vitamin D bildet. Wie lange eine Ergänzung sinnvoll ist, besprichst Du am besten mit Deiner Kinderarztpraxis.
Gibt es Kindervitamine ohne Zucker?
Ja, viele Produkte verwenden statt Zucker Süßstoffe. Bei Saft auf Fruchtbasis ist Zucker aus der Frucht enthalten, auch wenn kein Zucker zugesetzt wird.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zur Ernährung oder Versorgung Deines Kindes wende Dich an Deine Kinderärztin oder Deinen Kinderarzt.